Elektrolokomotive 118 003-3

Die erste deutsche Elektrolokomotive

1935

Für die Konkurrenz zum Straßenverkehr

Mit der Ende der 1920er Jahre einsetzenden Konkurrenz durch den Straßenverkehr versuchte die Deutsche Reichsbahn, die Geschwindigkeiten im Schnellzugverkehr zu erhöhen. Hierzu wurde ab 1935 die Ellok-Baureihe E 18 beschafft. Deren Konstruktion beruhte auf der 1932 in Dienst gestellten leichten Schnellzuglok der Baureihe 04, war jedoch erheblich weiterentwickelt: Als erste deutsche Ellok war sie aerodynamisch gestaltet und für Tempo 150 ausgelegt. Auch konnte sie erstmals im Sitzen und nicht wie bis dahin üblich im Stehen gesteuert werden.

Insgesamt wurden bis 1939 53 Lokomotiven in Dienst gestellt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg übernahm die Deutsche Bundesbahn 41, die DDR-Reichsbahn drei Lokomotiven. Der Einsatz der DB-Loks endete 1984. Für die Nachwelt wurden die Loks E 18 03, E 18 08, E 18 31 und E 18 47 vom DB Museum erhalten.

Standort

Koblenz

Technische Daten

Baujahr
1935
Hersteller
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft
Höchstgeschwindigkeit
150 km/h
Leistung
2.840 kW
Länge
16.920 mm
Dienstgewicht
108,50 t

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